Mit „Nicht-Orten“ meint der französische Anthropologe Marc Augé Orte, die sich über eine Abwesenheit von Identität und Geschichtsträchtigkeit definieren und kein organisches gesellschaftliches Zusammenkommen fördern. Typische Beispiel für die Nicht-Orte sind Räume des Verkehrs, Handels und der (Durch-)Reise, die von Menschen nur in rein funktionaler Weise besucht werden.
Die Serie Gewerbegebiete wurde im Raum Nordrhein-Westfalen fotografiert und untersucht, inwiefern sich Gewerbegebiete als Nicht-Orte äußern und an welchen Stellen die Übergänge von Ort zu Nicht-Ort fließend sind.
Zudem wird ein Blick auf die Gestaltung der Gewerbegebiete geworfen, die sich häufig in einem Zusammenspiel von reduzierten Zweckbauten, aus der Zeit gefallener Architektur, dem vermehrten Einsatz von Werbeträgern und einem Mangel an städtebaulichen Qualitäten äußert.
Das Projekt wurde als Bachelor-Abschlussarbeit im Juli 2026 an der Hochschule Bielefeld im Zuge der Werkschau des Fachbereichs Gestaltung gezeigt.    [2026]